Cigarettes After Sex

Man müsste mal nachzählen, in wie viele Indie-Kuschelrock-Playlisten es die Band von Greg Gonzalez geschafft hat. Oder wie viele Kinder in den letzten Jahren gezeugt wurden, während Greg aus den Boxen hauchte „Got the music in you baby, tell me why“. Oder wie viele von euch die Hälfte der Melt-Show knutschend verbringen werden.

Erstaunlich im Falle von Cigarettes After Sex ist dabei, wie mühelos, ehrlich, einfühlend und lasziv ihr Pop-Entwurf klingt, obwohl doch gerade das Besingen des Liebesspiels eine Kunst ist, an der sich schon viele verhoben haben. Aber Cigarettes After Sex brauchen dafür wenig mehr, als eine spärliche Instrumentierung mit sanft hallenden Gitarren und Gonzalez’ Stimme, bei der man gar nicht so genau weiß, ob einen da jetzt gerade Männlein oder Weiblein um den Finger wickelt. Aber ist das nicht letztlich sowieso egal?