Lanark Artefax

Fast 30 Jahre zählte die Arbeit des schottischen Schriftstellers Alasdair Grey an seinem Roman „Lanark“. Das dystopische Werk kombiniert das Reale mit dem Surrealen und zeichnet so ein bizarres und abstraktes Bild von Glasgow, das sich irgendwie zwischen Postmoderne und persönlicher Hölle anfühlt. „Wenn etwas perfekt ist, ist es ewig“, heißt es in einer seiner markantesten Zeilen. „Es kann danach zerstört werden oder langsam vergehen, aber seine Perfektion ist sicher in der Vergangenheit, die der einzige unvermeidliche Teil des Universums ist.“

Dieser lyrische Ausflug spiegelt tatsächlich wohl am ehesten die Weltanschauung von Calum MacRae wieder, einem 23-jährigen Literatur-Absolventen, der als Lanark Artefax elektronische Musik von einem anderen Stern produziert. Mit seinem abstrakten Sound zählt er unter anderem Schwergewichte wie Björk oder Aphex Twin zu seinen größten Fans. Dabei möchte Calum einfach nur Musik machen, die nicht so klingt wie alles andere. Oder mit seinen eigenen Worten „Dinge, die von Ausdauer und Langlebigkeit zehren.“