The xx

Wer The xx 2009 bei ihren ersten Deutschlandkonzerten gesehen hat, hätte wohl eher nicht vermutet, dass die Musik dieser schüchternen jungen Menschen mal prallgefüllte Arenen ins Schwelgen bringen würde. Dabei war im Grunde damals schon alles da: Oliver Sims und Romy Madley Crofts Stimmen, die das The-xx-Œuvre zum längsten und schönsten Duett der Popgeschichte machen, die Experimentierfreude von Drummer Jamie Smith, die von der Band in den Folgejahren noch mehr in den Vordergrund gestellt wurde, und vor allem Songs wie „VCR“ oder „Crystalised“, die sich schon beim ersten Hören als zeitlose Klassiker entpuppten.

Wir müssen an dieser Stelle sicher nicht erklären, wie The xx in den Folgejahren an sich und an ihrer Kunst gewachsen sind – aber soviel sei noch mal angemerkt: Ihr drittes Album „I See You“ ist das perfekte Beispiel der These, die uns einst dazu gebracht hat, dieses Festival zu machen: Handgemachter Pop und elektronische Musik sind zwei Spielgefährten, die sich ganz wunderbar miteinander vertragen.