Apparat

Klang-Fehler heißt er willkommen, Umwege sind eine Prämisse für Charakter: Während sich mancher vor Chaos scheut, findet Sascha Ring alias Apparat genau darin Anmut und Motivation. Dabei ist es nebensächlich, ob er gerade an der musikalischen Untermalung für Theaterstücke tüftelt, sich in seiner Modeselektor-Kollabo Moderat als der wundervolle Sänger zeigt, der er sein kann, oder ob er als Solokünstler und DJ agiert. Zwar liegen Apparats Wurzeln in der Berliner Techno-Szene der 90er, wie sein Debüt „Multifunktionsebene“ laut und deutlich proklamiert, allerdings wich das minimalistische Techno-Gekritzel mit der Zeit zunehmend glitchigen Ambient-Sounds. Eine Entwicklung, die ihm sehr gut seht und die eines zeigt: Dass es bei einem Künstler wie Apparat egal ist, woran er sich probiert, weil er mit seiner Feinfühligkeit immer die gleichen wohligen Emotionen erzeugt und uns in seine verführerisch-enigmatische Zwischenwelt von Traum und Tanz entführt.  

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