Fischerspooner

Soundgenie Warren Fischer und Sänger/Songschreiber Casey Spooner haben endlich mal wieder ein Album fertig. Hat nur schlappe neun Jahre gedauert, aber dafür verspricht der Nachfolger von „Entertainment“ ein Highlight zu werden. Benannt haben es Fischerspooner nach der Ausstellung „SIR“, die Spooner mit dem Fotografen Yuki James konzipiert hat. Als Produzent ist niemand Geringeres als Michael Stipe dabei, der Fischerspooner zum Glück keine R.E.M.-Gitarren verpasst, sondern einen dunklen, edlen Synthiesound, mit dem Fischerspooner bisweilen wie die queere, ungleich erotischere Variante von Depeche Mode klingen. Spooner selbst sagt, „SIR“ sei „aggressively homosexual“, in dem Sinne, dass es den wilden Wirbel aus Sex, Gier, Drogen und Feiern abbilde, der Teil von Spooners Leben ist und war – und der ja auch einen Teil des Melt ausmacht. Passt also nur zu gut, dass Fischerspooner ihre sicher wieder mit Visuals und Kostümen aufgepimpte Show mit euch teilen werden.